Neu in unserer Praxis!!! – Das Meditouch Biofeedback-System

Seit Mitte Oktober arbeiten wir in unserer Praxis mit dem Meditutor Biofeedback-System der Firma SVG Rehasysteme.

Dieses Biofeedback-Therapiesystem basiert auf kinematischem Biofeedback bestehend aus einer Software und mehreren Messgeräten. Unter kinematischem Biofeedback versteht man, Bewegung oder auch Ruhezustände zu messen und diese visuell darzustellen. Die Anwendung des Systems basiert auf sämtliche Einschränkungen des Bewegungsapparates und ist derzeit das einzige relevante Ganzkörper-Biofeedback-System für die neurologische und orthopädische Reha. Der Einsatz ist sowohl für die stationären und ambulanten Reha-Kliniken, als auch für die Behandlungen in Rahmen der Heilmittelverordnung in niedergelassenen Praxen vorgesehen.

Die Verbesserung der motorischen und sensorischen Fähigkeiten werden aktiv und repetitiv vom Patienten wiedererlernt bzw. trainiert. Dies wird durch die Visualisierung der durch den Patienten durchgeführten Bewegungen in Echtzeit auf dem Bildschirm ermöglicht.

In unserer Praxis im Keltenhof in Feldkirchen (bei Straubing) findet der HandTutor und der 3D-Turor ihre Anwendung. Diese Systeme treten in unserer Praxis immer in Kombination mit unseren klassischen Behandlungsverfahren auf.

Behandlung mit dem Handtutor

Für wen ist die Meditouch-Therapie geeignet?

Der HandTutor und der 3D-Tutor sind für alle Personen geeignet, welche von einer Einschränkung ihres Bewegungsapparates betroffen sind. Während der HandTutor speziell bei Einschränkungen der Hand, des Handgelenks und der Finger eingesetzt wird, kann der 3D-Tutor beliebig zum Training von Kopf bis Fuß angebracht werden. Dies trifft sowohl bei neurologischen als auch orthopädischen Erkrankungen zu.

 

 

 

 

Unsere Einsatzgebiete mit dem HandTutor und dem 3D-Tutor sind:

Mögliche Behandlung mit dem 3D-Tutor

  • Apoplex (Schlaganfall)
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Cerebralparese
  • Morbus Parkinson
  • Schädel-Hirn-Trauma (SHT)
  • Paraplegie (inkomplett)
  • Muskelschwäche
  • Verletzungen des peripheren Nervensystems
  • Morbus Dupuytren
  • CRPS (Morbus Sudeck / Reflexdystrophie)
  • Postoperative Verletzungen z. B. nach Sehnentranslokation
  • Frakturen und Gewebsverletzungen

 

Spiegeltherapie

Was genau ist Spiegeltherapie?

Spiegeltherapie ist ein Verfahren der Imaginationstherapie. Es wurde 1996 von Prof. Ramachandran erfunden und erstmals mit Phantomschmerz in Verbindung gebracht.

Bei dieser Therapie wird mit Hilfe eines Spiegels die gesunde Extremität (Arm, Hand, Bein, Fuß) gespiegelt. Die betroffene Seite ist hinter dem Spiegel verborgen. Es sieht dann für den Patienten so aus, als wäre die gespiegelte Extremität, genau die Extremität, die hinter dem Spiegel verborgen ist. Der Betroffene hat so das Gefühl, seine betroffene Extremität wäre vorhanden, gesund, schmerzfrei und normal beweglich.

Welche Krankheitsbilder sind für Spiegeltherapie gut geeignet?

  • Amputationen mit Phantomschmerz
  • CRPS (komplexes regionales Schmerzsyndrom, Morbus Sudeck)
  • andere chronische Schmerzen
  • Schlaganfall (hochgradige Arm-/Handlähmung, Fußheberschwäche, Sensibilitätsstörungen, Neglekt, Schmerzsyndrome)
  • Schädel-Hirn-Trauma und Hirntumore
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Periphere Nervenläsionen / -verletzungen
  • Post-operative und post-traumatische Schmerzzustände

Die Spiegeltherapie wird je nach Krankheitsbild  1-3x täglich 10-30 Minuten angewandt. Der Betroffene wird Schritt für Schritt durch den Therapeuten mit dem Spiegel vertraut gemacht. Durch verschiedene Übungssequenzen muss sich der Patient immer näher mit seiner gespiegelten Extremität auseinandersetzen. Neben der Behandlung, die im Normalfall nur 1-3x pro Woche stattfindet werden mit dem Patienten Übungen eingeübt, die er dann zu Hause weiter durchführen kann. Durch ein Tagebuch, das der Patient selbst ausfüllt, wird der Verlauf dieser Spiegeltherapie festgehalten.

Die Praxis für Ergotherapie Andreas Schießl ist zertifiziert für Spiegeltherapie und wendet es bei den gegebenen Krankheitsbildern innerhalb einer ergotherapeutischen Behandlung zusätzlich an.

Gerne können Sie mich kontaktieren, wenn Sie über dieses Verfahren behandelt werden wollen oder einfach mehr darüber erfahren wollen.

Ihr Andreas Schießl